Futtermitteldeklarationen sollen offenlegen, welche Zutaten und Inhaltsstoffe im Futter für Hunde und Katzen enthalten sind. In der Praxis bleibt das aber oft unklar, und viele Tierhalterinnen und Tierhalter wissen nicht, worauf sie achten müssen. Wir erklären dir, wie du Futtermitteldeklarationen richtig liest und zeigen dir die Unterschiede zwischen unserer Deklaration und derjenigen vieler Konkurrenzprodukte.
Gesetzliche Vorgaben für die Futtermitteldeklaration
Damit TierhalterInnen verstehen, was im Futter steckt, gibt es Vorgaben zur Kennzeichnung. In der Schweiz sind die gesetzlichen Vorgaben auf der Website von Agroscope zu finden. Dort ist auch der offizielle «Leitfaden für die Deklaration von Heimtierfuttermittel» verfügbar, an den sich die Futtermittelproduzenten halten müssen.
In der EU regelt die Futtermittelverkehrsverordnung (EG-VO 767/2009), wie Tierfutter deklariert werden muss.
Doch trotz dieser klaren Vorgaben sind viele Bereiche nicht streng geregelt. So haben Hersteller grossen Spielraum, wie offen oder unpräzise sie ihre Zutaten benennen.
Verschiedene Futtermittelarten
Es muss immer deklariert werden, ob es sich bei dem Produkt um ein Einzelfuttermittel, ein Alleinfuttermittel oder ein Ergänzungsfuttermittel handelt.
Einzelfuttermittel bestehen aus nur einer einzigen Zutat. Hierzu zählt zum Beispiel unser Snack Trockenfleisch Rind.
Ein Alleinfuttermittel besteht aus mehreren Zutaten und deckt den kompletten Nährstoffbedarf des Tieres, ohne dass weitere Ergänzungen nötig sind. Die meisten Nass- und Trockenfutter fallen in diese Kategorie.
Ergänzungsfuttermittel bestehen meist aus mehreren Zutaten, decken den Bedarf aber nicht allein und sind als Ergänzung zu einem weiteren Futter gedacht. Beispiele hierfür sind Zusatznahrungen wie Vitamix, oder Ergänzungsfuttermittel wie Lachsöl. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel über Ergänzungsnahrung.
Zwei Arten der Deklaration
Obwohl die oben genannten gesetzlichen Vorgaben vieles regeln, bleibt doch einiges ungeregelt. Entsprechend sind die Inhaltsstoffe von Futtermitteln häufig nur rudimentär deklariert. Zudem sagen die angegebenen Mengen nichts über die Qualität der Inhaltsstoffe aus.
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten der Futtermitteldeklaration: Die geschlossene und die offene Deklaration.
Geschlossene Deklaration
Bei der geschlossenen Deklaration werden die Zutaten in Futtermittelgruppen zusammengefasst, ohne dass genaue Angaben gemacht werden.
So wird beispielsweise anstelle von Weizen, Reis, Mais und anderen Getreiden der Sammelbegriff «Getreide» aufgeführt. Wenn auch Kleber, Nachmehle usw. enthalten sind, heisst die Gruppe «Getreide und pflanzliche Nebenprodukte».
Genauso verhält es sich bei Fleisch, Fisch, Milch usw. Ausgewiesen werden «Fleisch» oder «Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse», bzw. «Milch» oder «Milch und Molkereinebenprodukte» usw.
Bei der geschlossenen Deklaration erfährt man nicht, welche Zutaten konkret enthalten sind.
Offene Deklaration
Bei der offenen Deklaration werden die einzelnen Inhaltsstoffe des Futters in absteigender Reihenfolge ihrer Gewichtsanteile aufgeführt. Der Inhaltsstoff mit dem grössten Anteil steht also an erster Stelle.
Das ist deutlich transparenter. Aber auch hier haben Futterhersteller noch gewisse Spielräume, die sich in vagen Formulierungen in der Futtermitteldeklaration äussern,
Tipps: So verstehst du Futtermitteldeklarationen richtig
Diese einfachen Regeln helfen dir, die Qualität eines Futters schnell zu beurteilen:
- Inhaltsstoffe werden in absteigender Reihenfolge ihrer Gewichtsanteile gelistet.
- Alle Inhaltsstoffe müssen zusammen 100 % ergeben. Ist dies nicht der Fall, wissen wir nicht, wieviel von was enthalten ist. Sei auch misstrauisch, wenn Prozentangaben fehlen.
- In der EU müssen Zutaten unter 4% nicht einzeln deklariert werden.
Darstellung einer offenen Deklaration
Zutatenzusammensetzung des Hunde-Nassfutters «Dose Ente» von ANiFiT
Die ANiFiT-Garantie
Bei allen Produkten von ANiFiT gilt natürlich die ANiFiT-Garantie:
- 100 % offene Deklaration
- Rohstoffe in Lebensmittelqualität
- Hoher Fleischanteil
- Ohne Tierversuche oder unnötige Tiertransporte
Zusatzstoffe im Hunde- und Katzenfutter
Wenn die Rohstoffe, die in einem Produkt verwertet werden, den Tagesbedarf an Nährstoffen nicht decken, dann sind Zusatzstoffe notwendig, damit ein Futter als Alleinfuttermittel verkauft werden kann.
Zusatzstoffe werden in verschiedene Rubriken unterteilt. Dazu zählen technologische Zusatzstoffe (natürliche und künstliche Konservierungsstoffe, Emulgatoren), sensorische Zusatzstoffe (Farben, Aromen, Geschmacksverstärker) sowie ernährungsphysiologische Zusatzstoffe (Vitamine, Mineralstoffe).
ANiFiT verwendet ausschliesslich natürliche technologische Zusatzstoffe, jedoch keine Emulgatoren und keine sensorischen Zusatzstoffe. Ernährungsphysiologische Stoffe wie Vitamine und Mineralstoffe sind vorallem bei Trockenfutter und Feuchtnahrung ohne Innereien notwendig.
Grundsätzlich gilt: Hochwertiges Hunde- und Katzenfutter zeichnet sich durch eine transparente Zutatenliste und gut begründete Zusatzstoffe aus. Je übersichtlicher und verständlicher die Zutatenliste ist, desto besser lässt sich die Qualität des Futters einschätzen.
Fazit
Der Tiernahrungsmarkt ist teilweise unübersichtlich und wenig reguliert. Viele Hersteller nutzen eine geschlossene Deklaration. Dadurch bleiben die tatsächlichen Inhaltsstoffe und deren Qualität unklar.
ANiFiT geht bewusst einen anderen Weg: Wir deklarieren konsequent offen, informieren umfassend und ehrlich und machen damit transparent, was in den einzelnen Produkten enthalten ist.
Im ANiFiT-Shop findest du eine grosse Auswahl an gesundem Futter für Katzen und Hunde.
Bei Fragen helfen dir deine persönliche Beraterin bzw. dein persönlicher Berater oder der ANiFiT-Kundenservice gerne weiter.